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So bringt Musik abseits der Hitparaden Spaß

Rendsburg
- Hohe Qualität, keine Berührungsängste vor Schlagern, Hits, anspruchsvollen und modernen Programmen bis hin zur Klassik: Das zeichnet die Konzerte von viva accordia unter der Leitung von Norbert Frank und Dorette Petersen aus. So auch im ersten Konzert nach dem 20-Jährigen Jubiläum, dieses Mal im Festsaal der Freien Waldorfschule.
Bunte Luftballons wiesen den Weg in den bestens gefüllten Saal. Es herrschte großer Andrang - zusätzliche Eintrittskarten mussten hergestellt werden. Das Programm überspannte mit leichtfingerig gespielten Zauberklängen aus mehr als einem Dutzend Akkordeons weite Bereiche der Musik von Dvoraks slawischem Tanz, Smetanas "Moldau", volkstümlichen Melodien wie der guten alten Bimmelbahn, die sogar in der Spielzeug-Version auf der Bühne vor dem Orchester auf eine weite Reise geschickt wurde, sowie Schlagern (Puppet on a string) bis hin zu einem Medley aus Udo- Jürgens-Hits. Zum 80. Geburtstag der englischen Königin Elisabeth erklang sogar der Marsch "Pomp and circumstances" von Edward Elgar.
"Ad libitum", die Kammermusikfraktion mit fünf Könnern aus dem Hauptorchester spielten die Rapsodia Andalusia, den Dornröschenwalzer von Peter Tschaikowsky und Bekanntes aus der Glenn-Miller-Story. Dabei konnte man erleben, wie fein klanglich differenziert mit Akkordeon Musik der verschiedensten Richtungen, spanisch inspiriert, russisch oder amerikanisch swingend, gespielt werden kann. Auch welchen Mitsumm-, Mitsing- und Mitklatscheffekt gut gemachte Musik hat.
Das Vororchester mit jungen Spielerinnen und Spielern sowie Wieder-Einsteigern zeigte eine phantasievoll gestaltete Zeitreise. Höhepunkt darin: Die Villa Timecode - eine Reise auf dem Laserstrahl durch die Räume einer geheimnisvollen Villa mit Musik aus verschiedenen Zeiten. Dazu auch eine gelungene Bauchtanz-Imitation aus dem Land der Pyramiden. Wenn es noch eines Beweises bedürfte, daß Musik und Bewegung zusammengehören - hier war das ein gelungenes Beispiel dafür. So bringt Musik abseits der Hitparaden Kindern Spaß. Den Erwachsenen auch, wie der kräftige Beifall bewies. Ohne musikalische Berührungsängste ging es dann kindgerecht mit der Biene Maja weiter, "Rockstars" zum Schluss stellten die Verbindung zur rhythmisch betonten Musik unserer Zeit her.
Nach dem vierten Musikblock mit dem Hauptorchester - beim Udo-Jürgens-Medley, bei dem Norbert Frank Kaffee und Kuchen mit Sahne gereicht wurden -, drei vorbereiteten und einer bestens improvisierten Zugabe (Merci Chérie), sowie mehr als zwei Stunden Musik war das Konzert in freundlicher Stimmung zu Ende. Da wurden die gerade gehörten Hits auf der Straße, so wie auch schon vorher in Konzert, weiter gesummt und gesungen.