Logo viva accordia e.V. Unser Schriftzug Link zu unserem Mitgliederbereich
Startseite Kontakt Impressum Nutzung Links

Pfiffige Überraschungen mit Vogelgezwitscher

Akkordeonorchester viva accordia präsentierte in der Waldorfschule ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm

Rendsburg

- Einer der großen öffentlichen Termine des Akkordeonorchesters viva accordia ist das jährliche Konzert im Festsaal der Freien Waldorfschule. So auch dieses Mal. Nur spielten das lange Wochenende mit dem 1. Mai und das schöne Wetter nicht mit. Die Besucherzahlen waren nicht ganz so hoch wie sonst. Im Programm mit Überraschungen von Klassik bis Rock und Pop war für jeden etwas dabei, auch zum Mitsummen und Mitklatschen.

An diesem Abend spürte man mehr Anspannung und Aufregung im Ensemble, das die hohen Erwartungen des Publikums erfüllen wollte. Konzentriert und ernster als sonst wurde musiziert, die teils vertrackten Rhythmen der Stücke gespielt. Das abwechslungsreiche, farbige Programm wirkte nicht ganz so homogen wie im Vorjahr, war anspruchsvoll. Auch für diejenigen im Publikum, die eher traditionelle Akkordeonmusik erwartet hatten. Dabei zeichnet sich der Verein viva accordia e.V. gerade dadurch aus, die traditionellen Musikpfade zu verlassen.

Vielseitige Besetzungen wie Hauptorchester, das Solisten Könner-Ensemble "ad libitum" und das Vororchester für die Kleinen und Anfänger musizierten. Pfiffige Überraschungen darin: Mozarts Kleine Nachtmusik und Alla Turca im Medley Amadeus goes Pop, ein musikalischer Bericht über den Wattwurm, Edvard Griegs Morgenstimmung aus der Peer-Gynt-Suite mit Vogelgezwitscher und Bühnen-Sonnenaufgang.

Vorurteile im Publikum zu ad libitum ("nicht so schwungvoll, ich glaube die zweite Hälfte ist besser") wurden sofort als nicht zutreffend bestätigt: Nach einer Bach-Invention endete dieser Programmteil mit der Hommage an Duke Ellington von Stevie Wonder und dem Czardas Nr.l sowie als Zugabe der Tritsch-Tratsch-Polka. Kleines Missverständnis vor der Pause mit dem nicht angekündigten "Frere Jaques". Das spielte das Vororchester "mit links" - nur auf der Bass-Seite des Akkordeons.

Abwechslungsreich ebenfalls das Programm des Vororchesters, allerdings nicht so spritzig wie sonst. Lustig und bekannt "Alle meine Entchen". Die Comedy Suite von Helmut Quakernack mit Clown auf der Bühne erwies sich als etwas lähmend für die Stimmung im Saal. Sie wurde aber durch "Rocktime" wieder lebendiger.

Zum Schluss spielte noch einmal das Hauptorchester mit dem Florentiner Marsch, der Vegelin Suite und einem Potpourri aus Italo-Hits. Drei Zugaben erklatschte sich das Publikum. Vor der dritten gab es eine kleine Unsicherheit des Dirigenten. "Freut euch doch, wenn ihr so beliebt seid" aus dem Publikum machte die Entscheidung leicht: Die Tritsch-Tratsch-Polka noch einmal.

Zwei Stunden Konzert waren wieder einmal wie im Fluge vergangen.