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Musik-Vergnügen abseits ausgetretener Pfade

"viva accordia" begeisterte in der Herderschule mit gut gemachter Musik

Einmal jährlich kann man in der Aula der Herderschule musikalische Leckerbissen mit ungewohnten Klängen hören. Dann gibt "viva accordia" mit seinen sechs Untergruppen unter der Leitung von Norbert Frank das Jahreskonzert. Durchgehend moderiert und in freundlicher, fast familiärer Atmosphäre führten die Kiddy Band, Schüler, Vororchester, Hauptorchester und "ad libitum" auf und vor, was im letzten Jahr geprobt wurde.

Wie viel Spaß und Vergnügen gut und gekonnt gemachte Musik bringen, wenn man ausgetretene Pfade verläßt und alle mit ins Geschehen einbindet, wurde wieder ein mal an diesem Abend deutlich. Bei der Kiddy Band mit ihren vier kleinen Stücken sorgten außer der Musik zwei kleine, als Indianer und Cowboy verkleidete Kinder in der Cowboy Melodie für Verzückung im Publikum. Gerade zu genial war die Zugabe, in der Hendrik drei Mal einen unsichtbaren Luftballon auf zublasen versuchte. Die passenden Geräusche dazu machte das Orchester. So bringt Musik auch für Menschen Spaß, die von sich behaupten, "nichts davon zu verstehen".

Schüler sind beim Akkordeonorchester Spieler, die unabhängig vom Alter noch nicht lange dabei sind. Auch sie zeigten, welch vorbildliche Jugend- und Nachwuchsarbeit von Norbert Frank und seinem Team geleistet wird.

Die Musik des Vor-Orchesters wurde gewürzt durch Blaulicht und die selbst gespielte Feuerwehrsirene in "Es brennt": Wie in allen anderen Stücken auch, erzählten die Musiker hier mit den Instrumenten ohne Worte eine Geschichte, die man sehr gut nacherleben konnte.

Das galt auch für das ab diesem Abend vergrößerte Haupt-Orchester, das ab dem nächsten Konzert um das Vor-Orchester erweitert wird. Auch hier wieder kleine Inszenierungen: Ein Schuss im Kriminaltango schreckte alle auf, an zwei Bistro Tischen wurde heftig gezecht... Träumerisch ging es zu in "La mer" von Charles Trenet. Musikalischer Höhepunkt des Konzertes wurde dann die Kinder Sinfonie von Joseph Haydn. Was sonst Streicher spielen, erklang hier in einem bestens passenden Arrangement mit mehreren Akkordeons. Die Kinder waren mit Flöten, Rasseln, Triangel und Schellen dabei, ließen die Vögel zwitschern und sorgten für Freude beim Zuhören. Ein "Haydn Spaß".

Verdienst von Norbert Frank ist es, das Akkordeon ohne Berührungsängste aus der Seemanns Kisten Ecke herauszuholen und mit seinen Ensembles neue Klang und Musikwelten zu erschließen. Sauber gespielt, auch "leise" mit sicherem Ton, wirkte das Gilbert o'Sullivan-Medley ebenso überzeugend wie das Chopin Nocturne mit fünf Akkordeons, ebenso passend auch der Bert Kaempfert Titel "Swingin' Safari" oder "Die Schöne und das Biest". So verwunderte es nicht, das fast drei Stunden Konzert und Zugaben (mit Pause) wie im Fluge vergangen waren. überhaupt: Konzerte von "viva accordia" sollte man sich möglichst rot im Kalender anstreichen. Wer gut gemachte Musik neu erleben möchte, wird dann bestens bedient.