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Deutsch-Russische Völkerverständigung bei viva accordia

Treffen mit dem Chor Nadeshda 2005

Bericht von Karin Amann, viva accordia e.V.

Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen. Der russische Revolutionsführer Lenin traf mit diesem "sozialistischen Prinzip" eindeutig den Nerv seiner Landsleute: Beim Essen, oder besser beim Hungern, hörte der Spaß damals auf.

Beim Akkordeonorchester viva accordia e.V. hingegen fing der Spaß schon vor dem Essen an. Unter dem Vorwand, die aus Kasachstan stammende Mitspielerin Svetlana und ihre Freundin Olga möchten den Spielern des Hauptorchesters statt der dienstäglichen Probe einen kulinarischen Abend mit Spezialitäten aus ihrer Heimat bereiten, lockte der Vorstand von viva accordia e.V. die Spieler in das Gemeindehaus in der Rendsburger Parksiedlung.

Was sie nicht wussten war, dass der Abend gemeinsam mit dem russischen Chor "Nadeshda", zu Deutsch "Hoffnung" gestaltet werden sollte! Noch als sich die Spieler über die lange Tafel und den reichlich gedeckten Tisch wunderten, begannen Svetlana und Olga mit ihrer Auftaktveranstaltung. Ausgerüstet mit einem Akkordeon und zwei Holzlöffeln als Percussion-Instrument trugen sie russische Volkslieder vor. Mitten im zweiten Stück öffnete sich schließlich die doppelflügige Tür zum Vorflur und schon tanzten singend und rhythmisch klatschend die übrigen elf anwesenden Mitglieder von Nadeshda in den Raum, gekleidet in farbenprächtige Tücher und Roben.

Nadeshda
Nadeshda

Die nun folgenden Darbietungen von Nadeshda, begleitet von Klavier und Gitarre, wurden seitens der Orchesterspieler mit tosendem Applaus bedacht. Die Bandbreite des gemischten Chors, der im Rendsburger Raum bereits mehrere öffentliche Konzerte gab, reichte von heiteren Volksweisen bis zu wehmütigen Klagegesängen, die nicht nur das russische Herz rührten. Begegnete man doch einigen verdächtig feuchten Augenblicken.

Nach dem etwa halbstündigen exklusiven Konzertereignis wurde schließlich das Buffet eröffnet. Svetlana und ihre Freunde boten uns eine Fülle von russischen Köstlichkeiten wie das Nationalgericht Borschtsch (der Zar unter den Eintopfgerichten), mit Kohl gefüllte Piroggen, mit Eiern, Zwiebeln und Kartoffeln gefüllte Piroschkii und schließlich Blini, die mit Honig und Quark süß zubereitet wurden. Vervollständigt wurde das Menü mit dem obligatorischen Wodka, der es uns allen erleichterte, mehr zu essen, als es dem Magen vorherbestimmt war.

Nach dem Essen wurde kurzerhand noch russische Musik aus dem CD-Player dargeboten, nach der zunächst die meisten Mitglieder von Nadeshda ausgelassen tanzten. Nach und nach aber wurde auch der letzte Tanzmuffel auf die Tanzfläche geholt ("Wer viel isst, muss auch viel tanzen!") und bei wechselnden Tanzpartnern untergehakt konnte man sich nur wünschen, dass der Abend noch lange nicht zu Ende ginge.

Begleitet wurde das Ereignis durch eine Fotoausstellung, deren Bilder vom Künstler selbst ausführlich interpretiert wurden. Zudem hatten die Gäste einen Souveniertisch aufgebaut, auf dem original russische Volkskunst zu bewundern war. Fehlen durften da natürlich nicht der stapelbare Jelzin und die uns allen bekannte Babuschka in ihrem farbenfrohen Kleid.

Norbert und Dirk
Norbert (li) und Dirk

Der Dank des Vorstandes gilt allen Mitwirkenden, vor allem auch den Mitgliedern von viva accordia e.V., die das Buffet mit deutschen Speisen vervollständigten.

Nicht unerwähnt bleiben dürfen auch Norbert und Dirk, die ihren Instrumenten wunderschöne, wodkabeseelte Melodien entlockten.

Die Sängerinnen und Sänger von Nadeshda wurden verabschiedet mit unserem herzlichen Dank, einer roten Rose und dem Versprechen, dem Jahreskonzert von viva accordia e.V. am 22.04.2006 in der Waldorfschule in Rendsburg als Ehrengäste beiwohnen zu dürfen.

Bis dahin sagt viva accordia: Na Sdarowje!